Lektion
C1 · Teil 1: Register und Stilebenen – Umgangssprache, Standard, Fachsprache
- 14 Fragen
- 60 Min
- C1
- Deutsch
Lernziele
Die Lernenden unterscheiden Stilebenen (umgangssprachlich, neutral, gehoben, fachsprachlich, amtlich), wählen Synonyme registergerecht (kriegen – bekommen – erhalten), erkennen Stilbrüche und passen Texte an Adressat und Situation an. Sie nutzen Wörterbücher wie DWDS und Duden zur Registerbestimmung.
Erfolgskriterien
Ich kann Wörter und Wendungen einer Stilebene zuordnen. Ich kann einen Text von einer Stilebene in eine andere übertragen. Ich erkenne Stilbrüche und kann sie korrigieren. Ich kann Wörterbuchangaben zu Stil und Gebrauch nutzen.
Fragen
-
Multiple Choice
Welche Reihe ist von umgangssprachlich bis gehoben geordnet?
-
Multiple Choice
Welches Wort ist amtssprachlich?
-
Lückentext
Umgangssprachlich: „Das haut nicht hin.“ – Neutral: „Das ___ nicht.“ (Verb)
-
Lückentext
Gehoben: „Er verschied im Alter von 90 Jahren.“ – Neutral: „Er ___ im Alter von 90 Jahren.“
-
Multiple Choice
Was bedeutet die Wörterbuchangabe „salopp“?
-
Multiple Choice
Wo liegt der Stilbruch? „Sehr geehrte Damen und Herren, Ihr Angebot ist echt mega, allerdings erbitten wir eine Nachbesserung der Zahlungsbedingungen.“
-
Paare zuordnen
Ordne die Wendung der Stilebene zu.
-
Richtig oder falsch
Fachsprache strebt nach Eindeutigkeit und verwendet daher definierte Begriffe statt Synonymvielfalt.
-
Multiple Choice
Lies: „Aufgrund witterungsbedingter Beeinträchtigungen kommt es im Bahnverkehr gegenwärtig zu Verzögerungen.“ Welche Fassung ist dieselbe Information in Alltagssprache?
-
In Reihenfolge bringen
Ordne die Sätze von sehr informell bis sehr formell.
-
Multiple Choice
Welche Variante passt in eine wissenschaftliche Hausarbeit?
-
Multiple Choice
Welches Wort passt nicht in die Reihe?
-
cloze
Setze in jede Lücke die passende Option ein. Wer einen Text überarbeitet, sollte zuerst klären, [1] er schreibt: an Freund*innen, an eine Behörde oder an ein Fachpublikum. In einer Projektmail an das Prüfungsamt wirken Formulierungen wie „Kannste mir mal…“ [2], weil sie das erwartete Amtliche unterlaufen. Umgekehrt klingt in einem Team-Chat „Wir bitten um Mitteilung“ unnötig [3]. Hilfreich ist ein Blick in DWDS oder den Duden: Steht bei einem Ausdruck die Markierung [4], gehört er eher in lockere Gespräche; bei „fachspr.“ ist Präzision gefragt. Achte außerdem auf Kollokationen: Man „stellt einen Antrag“, man „reicht“ ihn nicht einfach [5]. Wenn du unsicher bist, ersetze bildhafte Wendungen durch neutrale Verben und prüfe, ob Nominalstil [6] eingesetzt wird. So vermeidest du Stilbrüche und triffst den Ton, [7] der Adressat erwartet. Besonders in Berichten sollte die Argumentation [8] aufgebaut sein und wertende Wörter [9] dosiert werden. Bei Protokollen werden Handlungen häufig im Passiv formuliert: „Es wird [10], dass…“. In informellen Kontexten kann man dagegen Modalpartikeln wie „halt“ oder „eben“ [11]. Entscheidend ist, dass Registerwahl und Situation [12] passen.
-
Freie Antwort
Schreibe denselben Sachverhalt in drei Registern: (1) eine WhatsApp-Nachricht an einen Freund, (2) eine E-Mail an die Teamleitung, (3) eine amtliche Mitteilung. Sachverhalt: Der Drucker im zweiten Stock ist seit drei Tagen kaputt, eine Reparatur ist gemeldet, bis dahin soll man den Drucker im ersten Stock benutzen. Je vier bis sechs Sätze. Kennzeichne danach in zwei Sätzen zwei typische Merkmale des amtlichen Registers in deinem Text.
Die Antworten werden hier nicht gezeigt.